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Mindmachines
Hemi-Sync und andere Meditations CDs
Als Mindmachine werden audiovisuelle Stimulationsgeräte bezeichnet, die mit Hilfe von gepulstem Licht und Ton beim Anwender Einfluss auf dessen EEG-Wellen nehmen sollen und damit bestimmte Bewusstseinszustände erreichen sollen. Typischerweise besteht eine Mindmachine aus einem Kopfhörer und einer Spezialbrille, die mit Leuchtdioden (LEDs) als Lichtquelle besetzt ist. Die Brille erzeugt einen stroboskopähnlichen Effekt in einem einstellbaren Bereich von 1 bis ca. 30 Hz, während gleichzeitig Töne über den Kopfhörer mit einer dazu passenden Frequenz oder Frequenzgemisch (ggf. als gepulstem Ton) eingespielt werden.
Diese (ggf. binauralen) Töne in Zusammenwirkung mit den Lichteffekten stimulieren die Reizverarbeitung des Anwenders im vorgegebenen Frequenzbereich und sollen auf diese Weise auf den mentalen Zustand des Anwenders Einfluss nehmen. Diese Stimulation erzeugt auf Grund einer sog. Frequenz-Folge-Reaktion je nach Einstellung entsprechend verstärkte Gehirnaktivitäten von tiefen Deltawellen (1–4 Hz), über Thetawellen (5–8 Hz) und Alphawellen (8–12 Hz) bis zu schnellen Betawellen (>12 Hz).
Der Frequenzumfang der Mindmachines deckt den Bereich der menschlichen Gehirnwellenfrequenzen ab. Die ausgegebene Frequenz ist einstellbar und während einer Session von üblicherweise 20 bis 40 Minuten Dauer nach vorgegebenem Programm auch veränderlich und soll über die sogenannte Frequenz-Folge-Reaktion Einfluss auf die Frequenzverteilung der EEG-Wellen nehmen und so eine gewünschte Stimmung oder einen Bewusstseinszustand beeinflussen, erzeugen oder fördern.
Die Signalausgabe geschieht über Kopfhörer und/oder speziell präparierte Brillen und wirkt auf diese Weise per Sinneseindruck auf den Anwender ein. Die opto-akustischen Geräte mit Brille arbeiten mit LEDs in den unterschiedlichsten Farben, üblicherweise rot, die für jedes Auge getrennt angesteuert werden können. Durch eine mit Leuchtdioden bestückte Brille wird ein flackerndes Licht auf das (meist geschlossene) Auge geworfen. Synchron zum Licht wird über Kopfhörer eine Impulsfrequenz (physikal. Burstsignal) akustisch eingespielt. Über die Kopfhörer werden die (ggf. binauralen) Töne eingespielt, die pro Ohr unterschiedliche Frequenzen haben können, amplitudenmoduliert oder gepulst sind. Um beispielsweise eine Thetafrequenz zu erzeugen, differieren die Töne vom rechten und linken Ohr um 5–8 Hz wodurch ein Schwebungssignal mit entsprechend modulierter Frequenz entsteht. Bei amplitudenmodulierten oder gepulsten Tönen wird die Lautstärke in der entsprechenden Frequenz (1-30Hz) moduliert. Zusätzlich können noch Musik oder gesprochener Text eingespielt werden.
Ein Entspannungsprogramm startet dabei üblicherweise im tiefen Betabereich (etwa 14 Hz), senkt die Frequenz dann allmählich bis zur gewünschten Frequenz ab, verweilt dort eine Weile um zum Ende der Session wieder eine Frequenz zu erreichen, die einem bewussten Zustand (12–21 Hz) entspricht (Ausnahme zum Beispiel: Schlafunterstützung bzw. -einleitung).
Die Frequenz der Impulse entspricht dabei einer der vier neurologisch relevanten Frequenzbereiche und veranlasst das Gehirn aufgrund des Resonanzprinzips (auch Frequenz-Folge-Prinzip) sich dieser Frequenz anzupassen, wie EEG-Messungen gezeigt haben. Diese vier Bereiche werden Beta- (30 Hz bis ca. 13 Hz), Alpha- (12 Hz bis 8 Hz), Theta- (7 Hz bis 5 Hz) und Deltabereich (4 Hz bis 0,5 Hz) genannt. So werden beispielsweise einigen Studien zufolge alleine im Alphabereich selbstberuhigende Neurotransmitter (Endorphine) ausgeschüttet, die beispielsweise Menschen mit erhöhtem Stressaufkommen fehlen können.
Abbildung: Mindmachine Frequenzen - Die Frequenzen der Mindmachine (anklicken zum Vergrößern)
Mindmachines werden zur Lernunterstützung, zu Entspannung, zur Regeneration und zur Tranceerzeugung eingesetzt.
Für Anwendungen im Superlearning werden hauptsächlich die Alphawellen verwendet. Als Hintergrundmusik mischt man langsame Musikstücke, beispielsweise Largoparts aus klassischen Musikstücken, zu den zu lernenden Texten hinzu.
Daneben lassen sich mit Hilfe von Mindmachines sehr leicht Trancezustände erreichen. Sie bewegen sich im Theta- bis Deltabereich. Der Deltabereich entspricht einem tiefen Meditationszustand, während im Thetabereich starke Regenerationstätigkeiten zu verzeichnen sind. Gleichzeitig sorgt der Thetabereich für die Informationsübertragung aus dem Hippocampus in das Langzeitgedächtnis.
Beim Übergang von Alphawellen zu Thetawellen lassen sich sogenannte Phantasiereisen induzieren.
Anwendung finden diese Geräte auch als Einschlafhilfe, zum Schlafersatz, zur Konzentrationssteigerung, zur Reduktion von Muskelspannung, Puls und Blutdruck sowie zur Autosuggestion und Hypnosehilfe. Auch sind Anwendungen in der Suchtbehandlung bekannt.
Alle genannten Zustände lassen sich auch ohne den Einsatz von Mindmachines erreichen, nur erfordert es dann eine jahrelange Übung.
Die Anwendung oder auch der Entwurf von neuen Mindmachine-Programmen erfolgt in Anwenderkreisen zumeist nach überlieferten „Rezepten“ und die Kontrolle der Wirkungsweise erfolgt fast durchweg subjektiv durch Erhebung der Befindlichkeitsveränderungen und subjektiven Wahrnehmungen. Eine quantitative Erhebung, etwa durch begleitende QEEG-Untersuchungen, bleiben auf Ausnahmefälle beschränkt (siehe auch: Klinische Studien). Dennoch sind die eintretenden Effekte als reproduzierbar und deutlich wahrnehmbar anzusehen – jedoch bei subjektiver Erhebung nicht genau quantifiziert und auch von Person zu Person in unterschiedlicher, individueller Ausprägung zu beobachten.
Gefahren
Mindmachines dürfen bei Menschen mit einer Neigung zu Epilepsie nicht eingesetzt werden, da sie entsprechende Anfälle auslösen können. Unangenehm sind auch plötzliche Frequenzübergänge oder Störungen, die zu einer vorübergehenden Desorientierung und unkontrollierten Bewegungen führen können.
Wissenschaftlich erforschte Hemi-Sync Töne weisen dem Gehirn den Weg in die Hemisphären-Synchronisation. Während die linke Gehirnhälfte für Logik, Verstand und Analyse zuständig ist, arbeitet die rechte Gehirnhälfte intuitiv, bildhaft, emotional, unkoordiniert und ungebremst. Wenn die Gehirnwellen in rechter und linker Gehirnhälfte synchron schwingen, arbeitet das Gehirn im ganzheitlichen Zustand der Hemisphären-Synchronisation. Herz und Verstand arbeiten Hand in Hand. Bei Messungen im Labor zeigt die Hemisphären-Synchronisation zudem eine enorme Steigerung der Amplituden im ganzen Gehirn. Was bedeutet das?
Dazu Dr. Lester Fehmi vom Princeton Biofeedback Research Institute, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Gehirnwellen-Synchronisation: "Synchronisierung ist die maximale Effizienz des Informationstransports im gesamten Gehirn... z.B. wird das Phänomen in Verbindung gebracht mit intensiven Bildern, besserem Zugang zum Gedächtnis, spontanen kreativen Einblicken und integrativen Erfahrungen."
Der Name Hemi-Sync weist darauf hin, dass es mit dieser von Robert A. Monroe erfundenen Klangmethode spielend leicht ist, Hemisphären-Synchronisation über lange Zeiträume aufrecht zu erhalten. Und somit die ungenutzten Potentiale freizuschalten und abzurufen. Mit Hemi-Sync werden Sie 1-2-3 vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer.
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Abbildung: binauralica -